Missionar

Da liegt sie.

Auf dem Bett.
Offen für alles.
Wortwörtlich.

Er hat sie gebunden.
Arme und Beine weit gespreizt.
Ein Kälberstrick um den Hals.
Am Kopfende des Bettes befestigt.

Augenbinde.
Ballgag.
Kopfhörer.
Aller Sinne beraubt.

Bis auf die Haut.
Sie sieht nichts.
Sie hört nichts.
Sie kann nur fühlen.

Er sitzt am Fußende des Bettes.
Betrachtet sie.
Ihre Mimik.
Ihre sich nervös hebende und senkende Brust.

Und ihre Vulva.
Weit geöffnet.
Durch ein Kissen erhöht.
So herrlich pervers.

Er reißt sich von dem Anblick los.
Steht auf.
In der linken Hand eine Feder.
In der rechten einen Rohrstock.

Sie spürt etwas.
Sie kann nichts sehen.
Nichts hören.
Aber etwas spürt sie.

Mit der Feder streichelt er ihre linke Brust.
Sie reißt an ihren Fesseln.
Ein Schlag auf die Innenseite des Oberschenkels.
Sie krallt sich an ihre Fesseln.

Darauf war sie nicht gefaßt.
Sie wimmert leise.
Der Schlag war nicht fest.
Sie konnte sich nicht darauf einstellen.

Schon streichelt die Feder die Stelle.
Sie will sich entspannen.
Sie kann nicht.
Sie weiß, der nächste Hieb wird kommen.

Aber wo?
Sie verkrampft.
Vor Angst.
Und Lust.

Er betrachtet sie.
Ihren Körper.
Sie ist so schön.
Wie sie sich windet.

Er macht weiter.
Feder.
Rohrstock.
Er genießt es.

Sie genießt die Feder.
Und fürchtet sich gleichzeitig.
Vor dem nächsten Hieb.
Und sie sehnt ihn herbei.

Er ist gemein.
Er hat kein System.
Mal kommt der Schlag sofort.
Mal läßt er sich Zeit.

Sie liegt da.
Hilflos.
Gefesselt.
Ausgeliefert.

Sie stöhnt in den Knebel.
Sie schreit in den Knebel.
Sie heult unter der Augenbinde.
Schmerz, Glück?

Die Fesseln haben sich tief in ihr Fleisch geschnitten.
Sie zerrt und reißt daran.
Sie ist schweißgebadet.
Es soll nie aufhören!

Jetzt will er sie.
Genau in dem Zustand.
Noch zwei Schläge direkt zwischen die Beine.
Sie heult auf.

»Jetzt, mein Schatz.«

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