Hoffnungslos

Ich gebe es ja zu. Ich habe ihn verführt.

Ihn, den Ex-Freund meiner Tochter.
Das war meine Rache. Die Rache dafür, daß mein Mann eine Affaire mit seiner Mutter hat. Das ist ein offenes Geheimnis.
Und ich wollte meine Rache, wenigstens heimlich. Es zu wissen. Mein Geheimnis, wenn wir wieder in freundlicher Runde beisammen sitzen. Freundlich lächelnd Smalltalk betreiben. Und zu denken, wenn Du wüßtest!

Und natürlich wollte ich auch mal wieder einen potenten Schwanz spüren. Ich bin 49, aber nicht tot!
Mein Mann vögelt ja lieber fremd. Dann hole ich mir halt auch einen jungen Stecher.
Ja, jung ist er. 30 Jahre jünger als ich, gerade mal 19.
Ein Frauenheld. Lange, dunkle Haare, gute Figur. Und ständig wechselnde Freundinnen. Alles was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Teenager halt. Mit meiner Tochter war er vielleicht 4 Monate zusammen, wahrscheinlich seine längste Beziehung.

Es war nicht schwer, ihn in’s Bett zu kriegen.
Für mein Alter habe ich noch eine gute Figur. Griffig sagt er. Nicht gerade taktvoll, aber ich weiß es ja. Auch wenn ich lieber von fraulichen Rundungen spreche. Besonders meine Brüste mag ich – und er auch.
Die mußte ich ihm quasi nur in’s Gesicht drücken, ein Griff an seinen Hintern. Da hat er begriffen.
Eine reife Frau bietet sich ihm förmlich an.
Ich konnte seine Gedanken fast lesen. Auf alten Gäulen lernt man reiten.
Der werde ich zeigen, was sie verpaßt hat.
Bei den Gedanken muß ich grinsen.
Und es war nicht nur eine beliebige ältere Frau, die sich ihm an den Hals schmiß. Ich war es. Ich weiß, daß er meinen Mann nicht leiden kann. Und er haßt es, das er mit seiner Mutter schläft.
Also auch für ihn eine Art der Rache.

Jedenfalls war meine Rache ein guter Plan und leicht zu erreichen.

Und jetzt?
Wie konnte das passieren?
Jetzt knie ich hier auf meinem Ehebett, die Handgelenke an die Knöchel gebunden.
In Korsett und Strümpfen, meine höchsten Schuhe an den Füßen.
Ein Schal verbindet meine Augen, im Mund habe ich mein eigenes Höschen.
Entwürdigend.
Mein Hintern hoch in die Luft gereckt.
Meine Scham seinen Blicken ausgeliefert.
Und er macht sich lustig.
Nennt mich seine kleine Nutte, seine brave Sklavin!
Ich möchte im Boden versinken, die Gedanken rasen.
Ein Finger an meiner Rosette, er wird doch nicht… Ooompf. Nein!
Wie komme ich nur raus aus dieser Situation?
Hat er das auch mit meiner Tochter gemacht? Meinem kleinen, unschuldigen Mädchen?
Der Finger. In meinem Hintern.
Himmel, wie konnte ich nur so blöd sein?
Das gibt es doch nicht, mein Körper reagiert! In dieser peinlichen Situation?
Verdammt, ich will das nicht.
Was kann ich tun? Die Photos.
Diese Photos. Damit erpreßt er mich.
O mein Goooott! Ich komme! Gefesselt, gedemütigt, mit seinem Finger in meinem Arsch!

Nein, es ist nicht vorbei, natürlich nicht.
Ich muß alles tun, was sagt. Immer.
Sonst veröffentlicht er die Photos.
Au, verdammt. Er schlägt mich!
Jetzt bricht alles aus mir heraus.
Die Situation, meine hoffnungslose Lage, der Schmerz.
Etwas zerbricht, hemmungslos heule und schluchze ich in die Matratze.
Ich zerbreche, bin gebrochen.

Und mein Körper betrügt mich.
Ich werde doch nicht durch Schläge geil!
Das ist doch pervers, ich bin nicht pervers!
Ich bin eine anständige Ehefrau aus gutem Haus.
Und ich bin so geil!
Verdammt jetzt steck doch Deinen Penis endlich in meine Muschi.
Schwanz. Fotze. Lektion Eins hat er gesagt. Schwanz und Fotze.
Also steck Deinen Schwanz endlich in meine Fotze.
Schlag mich von mir aus, aber ich will jetzt Deinen Schwanz wieder in meiner Fotze!
So wie die ersten Male als wir unsere Racheficks hatten.

Was? habe ich richtig gehört?
Er will meinen Arsch entjungfern?
Nein! Der Finger war schon zuviel!
Ich soll mich entspannen? Wie denn?
Ok, mach schon, ich kann nicht mehr.
Er geht nicht rein, laß es vorbei sein.
Aaaahhh! Der Schlag hat gesessen.
Verdammt, er ist in meinem Arsch.
Wie tief kann man sinken?
Ich bin eine gestandene Frau der oberen Mittelschicht und lasse mich gerade von einem jungen Punk in den Arsch ficken!
Und – es gefällt mir! Ich bin verrückt!
Ich spüre es, er spritzt ab. Er spritzt in meinen Darm!
Nicht aufhören, mir kommt es gleich!
Nein, mach weiter!

Er zieht sich zurück, ich hasse ihn.
Was? Er zieht sich an? Und ich?
Nur noch zwei Minuten!
Er löst die Fesseln. Ich bleibe in meiner Stellung. Unfähig mich zu bewegen. Nicht aufschauen. Ich will mich nicht sehen. Ich schäme mich.
Ein letzter Schlag auf den Arsch: Richte Dich, Dein Mann müßte gleich von meiner Mutter zurück kommen.
Weg ist er.
Nur liegen bleiben.
Das geht nicht!
Ein Blick auf die Uhr. Keine Zeit zum Richten. Schnell das Bett frisch beziehen. Ab in die Badewanne.
Ich höre die Tür.
»Ich bin da, Liebling! Ging heute länger im Büro.«
Ich hasse ihn.
Wie gut, daß er nie in’s Bad kommt, wenn ich in der Wanne liege. Ich muß noch was erledigen…

Das war vor drei Monaten.

Heute bin eine gute Sklavin für meinen jungen Herrn.
Er muß mich nicht mehr erpressen.
Er vögelt sich immer noch durch die Mädchenwelt. Muß er ja, schon damit nichts auffällt! Rede ich mir ein.
Aber es ist mir egal, er kommt immer wieder zu mir zurück, ich bin seine Nutte, mit der er die perversesten Sachen machen kann.
Hopelessly devoted to you.
Wenn mein Mann und seine Mutter wüßten…

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