Ein schlimmer Tag

Ich bin müde.

Heute ist der Jahrestag des Todes meiner Eltern.
Gestern hat mich mein Herr benutzt.

Mein Herr? Wo ist mein Herr?
Er ist nicht da!
Wo bin ich?
Im Bett, ich bin im Bett. In seinem Bett!

Wo ist mein Herr?
Er hat mir das Stahlhalsband umgelegt.
Und eine Kette hält mich an’s Bett gefesselt.
Ich kann nicht nachschauen!
Wo ist mein Herr?

Zu rufen traue ich mich nicht.

»Guten Morgen, geliebter Schatz!«

Er ist da!

Wie hat er mich genannt?

Er steht da, wunderschön.
Nackt.

»Ich habe uns Frühstück gemacht.«

Er trägt ein Tablett!
Mit Kaffee, Brötchen, Butter, Marmelade…

Das ist meine Aufgabe!

»Jetzt machen wir Dich erst einmal los.«

Er löst mir das Halsband!
Nein!
Nimm mir nicht meinen Halt!

Jetzt nimmt er mich ganz zärtlich in die Arme.
Ich verstehe.
Heute ist er mein Halsband, heute hält er mich.

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